25.04.2018

Tag gegen Lärm

Hohe Geschwindigkeit und Lärm stehen in direktem Zusammenhang

Geschwindigkeit und störender Lärm in unserer Lebensumgebung stehen in direktem Zusammenhang. Die Initiatoren des „Tags gegen Lärm“ wissen dies schon sehr lange und führen ihren bundesweiten Aktionstag heute ins 21. Jahr. VITRONIC unterstützt und befürwortet das Engagement, das sich unter anderem um die Reduzierung von Lärm durch immer mehr Baustellen, nicht kalkulierbares Straßenverkehrsaufkommen sowie extremen Güterverkehr auf der Straße und Schiene kümmert.

Regulatorische Unterstützung erfahren die Initiatoren aktuell beispielsweise durch die Umgebungslärmrichtlinie. Veränderungen von Straßenverläufen und Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, die   ihre lokale Expertise in Planungen einbringen, eröffnen neue konzeptionelle Ansätze für die Verkehrswegeplanung.  Elektromobilität,  umweltfreundliche Schiene, autofreies Wohnen und Lärmschutz  an  der  Quelle ziehen als Denkansätze immer stärker in den Alltag ein.  Die zentrale Veranstaltung zum  „Tag  gegen  Lärm“ greift diese aktuellen Entwicklungen auf und wird am 15. Juni 2018 in Berlin in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz unter dem Motto „Laut war gestern – Straßenverkehrskonzepte heute“ stattfinden.

Reduzierte Geschwindigkeit = reduzierte Lärmbelastung

Es ist bereits seit einiger Zeit bekannt, dass die Reduzierung der Verkehrsgeschwindigkeit nicht nur positiven Einfluss auf die Gesamtzahl von Unfällen und deren durchschnittlichen Schweregrad hat. Hier gibt es eine Korrelation die besagt, dass ein Anstieg der Durchschnittsgeschwindigkeit um ein Prozent zu einem Anstieg der Unfallhäufigkeit um etwa zwei Prozent, einer Zunahme der Häufigkeit schwerer Unfälle um drei  Prozent und einer Zunahme der Häufigkeit tödlicher Unfälle um vier Prozent führt (Nilssons Power Model).

Einen weiteren positiven Zusammenhang gibt es auch im Hinblick auf Lärmemissionen. Bei einer Reduzierung der Geschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h kommt es zu einer Verminderung des Mittelungspegels von ca. 2,5 dB(A). Bei einer Senkung der Fahrgeschwindigkeit von 80 km/h auf 60 km/h wird eine Verringerung des Lärms um zirka zwei dB(A) erreicht. Bei einer Absenkung von 130 km/h auf 100 km/h beträgt sie wiederum, je nach Lkw-Anteil, zwischen ein und drei dB(A).

Der Fahrverlauf und auch die Fahrweise haben ebenfalls einen signifikanten Einfluss auf die Lärmentwicklung. Bei einer mittleren Geschwindigkeit von 45 km/h ist der Emissionspegel von Autos bei wiederkehrenden Brems- und Beschleunigungsvorgängen um etwa vier dB(A) höher als bei konstantem Fahrtverlauf. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h beträgt die Differenz sogar zirka fünf dB(A). Durch die Verringerung der Geschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h kann der maximale Pegel um sieben dB(A) reduziert werden, wenn Beschleunigungen vermieden werden.

Der  "Tag  gegen  Lärm" bzw. der "International Noise Awareness Day"  findet  seit  1998  in Deutschland  statt  und  ist  eine  Aktion  der  Deutschen  Gesellschaft für  Akustik  (DEGA  e.V.).  Das Ereignis ist alljährlich zeitlich mit dem "International Noise Awareness Day" (USA) abgestimmt. Die  Awareness,  d.h.  die  Aufmerksamkeit  und  die Sensibilisierung bezogen auf  Lärm und seine Wirkungen sind national und  international die einheitliche Zielrichtung.



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